Mental Health
Mental Health
Durch die behördlich verordneten Maßnahmen wegen Covid−19 wurde die Lage für viele Spieler noch angespannter. Die völlig neue Situation, die einherging mit der Einschränkung der Sozialkontakte und der Einstellung der Berufsausübung, wirkte sich auch stark auf die mentale Verfassung aus. Die internationale Spielervertretung FIFPro führte im Zeitraum von 22. März bis 14. April 2020 eine Studie mit 1.602 Fußballprofis aus 16 verschiedenen Ländern durch. Während in einer vergleichbaren Umfrage vom Jänner dieses Jahres nur 6 Prozent der männlichen Befragten die Diagnosekriterien einer Depression erfüllten, waren es während des Corona-Lockdowns 13 Prozent. Dadurch zeigt sich auch im professionellen Sportbetrieb die Wichtigkeit der mentalen Gesundheit und der Notwendigkeit von Angeboten zur Unterstützung der Spieler. Viele prominente und arrivierte Spieler wie Giorgio Chiellini oder Andrés Iniesta fordern einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen und eine Verbesserung der mentalen Versorgungssituation für die Athleten.
VdF Supportline
Die VdF-Supportline ist eine telefonische Rufnummer um Fußballspieler, die sich mental belastet fühlen, anonym zu unterstützen. Von Montag bis Freitag kann zwischen 9:00 und 18:00 Uhr mit einem ausgebildeten Psychologen, der zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, über eigene Problemstellungen gesprochen werden. Fußballspieler sind vielfältigen Stressoren (Leistungsdruck, Verletzungen, unsichere Zukunftsaussichten) ausgesetzt, welche sich auf das mentale Wohlbefinden in Form von Stimmungsschwankungen, erhöhtem Stresslevel oder Schlafstörungen auswirken können. Mit dem Ziel zu einer Verbesserung der Lebenssituation beizutragen, können diese Themen bei der Supportline besprochen werden. Dabei wird individuell auf die Person eingegangen um eine optimale Betreuung zu gewährleisten.