Mit der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 steht die größte WM der Geschichte bevor. Erstmals werden 48 Nationen teilnehmen, mehr Spiele als je zuvor ausgetragen und die Einnahmen neue Rekordhöhen erreichen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Fußballs scheint unaufhaltsam. Doch während die Branche wächst, stellt sich eine zentrale Frage: Kommt dieses Wachstum auch bei den Spielerinnen und Spielern an?

Genau diese Frage stand im Mittelpunkt eines internationalen Treffens von Spielergewerkschaften in Manchester, zu dem FIFPRO und die englische Spielergewerkschaft PFA eingeladen hatten. Vertreterinnen und Vertreter aus allen FIFPRO-Divisionen kamen zusammen, um die aktuellen Entwicklungen im Profifußball zu analysieren und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. Die VdF wurde dabei durch ihren Vorsitzenden Gernot Baumgartner vertreten.
Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops lag auf der FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Gemeinsam wurde ein Verhandlungs-Guide für WM-Prämien erarbeitet, der den Spielergewerkschaften als Orientierung für Gespräche mit ihren jeweiligen Verbänden dienen soll. Ziel ist es, die Interessen der Nationalspieler bestmöglich zu vertreten und faire sowie transparente Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Guide wurde auch an das österreichische Nationalteam übermittelt.

Gernot Baumgartner, Vorsitzender der VdF, erklärt:
„Die Weltmeisterschaft 2026 wird neue wirtschaftliche Dimensionen erreichen. Umso wichtiger ist es, dass die Spielerinnen und Spieler fair am Erfolg des Fußballs beteiligt werden. Der Austausch in Manchester hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig starke Spielergewerkschaften und internationale Zusammenarbeit sind, um die Interessen der Spieler zu vertreten und ihre Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.“

Gernot Baumgartner mit Maheta Molango, CEO der Professional Footballers‘ Association (PFA), in Manchester.
Neben dem Thema WM 2026 wurde auch intensiv über die steigende Belastung der Spieler diskutiert. Zusätzliche Wettbewerbe, internationale Turniere und immer engere Spielpläne stellen viele Profis vor große körperliche und mentale Herausforderungen. Die Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden der Spielerinnen und Spieler bei zukünftigen Entscheidungen im Fußball stärker berücksichtigt werden müssen.
Für die VdF war die Teilnahme in Manchester eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen auf internationaler Ebene zu diskutieren und wichtige Impulse für die weitere Arbeit in Österreich mitzunehmen. Der regelmäßige Austausch zwischen den Spielergewerkschaften trägt entscheidend dazu bei, die Rechte und Interessen der Spielerinnen und Spieler weltweit zu stärken.

Die VdF bedankt sich herzlich bei FIFPRO und der PFA für die Organisation dieses wichtigen Workshops. Veranstaltungen wie diese leisten einen wertvollen Beitrag dazu, gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren, voneinander zu lernen und die Zukunft des Profifußballs im Sinne der Spielerinnen und Spieler aktiv mitzugestalten.